Jan van den Boogaard hatte an diesem Abend nicht vor, als Ersthelfer einzugreifen. Er stand am Spielfeldrand und genoss eine ganz normale Trainingseinheit, als sich plötzlich alles änderte. Entscheidend war nicht Glück, sondern Vorbereitung. Als ausgebildeter Ersthelfer erkannte Jan sofort die Anzeichen eines Herzstillstands und handelte ohne zu zögern. Während Jan Donders mit der Herzdruckmassage begann, holte Jan mit ruhiger Hand den Defibrillator und öffnete den Rotaid-Schrank. Seine Gelassenheit unter Druck und das gegenseitige Vertrauen, das er und Jan Donders einander entgegenbrachten, hielten Bas van Loon während zwölf kritischer Minuten am Leben.
Während Jan Donders, der bereits vor Ort war, mit der Herzdruckmassage begann, handelte Jan van den Boogaard mit instinktiver, ungeteilter Konzentration. Er hatte auf dem Weg den Defibrillator mitgenommen und schaffte es, den Rotaid-Schrank mit ruhiger Präzision zu öffnen. Mit eiserner Entschlossenheit schloss er das Gerät an, wohl wissend, dass es um nichts Geringeres ging. Die zwölf Minuten bis zum Eintreffen des Rettungswagens kamen einem wie eine Ewigkeit vor, doch das Team auf dem Spielfeld arbeitete perfekt zusammen, gab sich gegenseitig Anweisungen und setzte alles daran, Bas wiederzubeleben.
Als schließlich der Anruf aus dem Krankenhaus kam, dass es Bas wieder besser ging, fiel eine Last von Jans Schultern, und es blieben tiefe Erleichterung und unverfälschte Emotionen zurück. Diese traumatische Erfahrung veränderte ihre Beziehung grundlegend; aus bloßen Bekannten auf dem Fußballplatz wurden Kameraden, die durch eine lebensrettende Maßnahme miteinander verbunden waren. Für Jan ist die Lehre klar: Die Verfügbarkeit eines AED und der Mut zum Handeln sind nicht nur Ideale, sondern wesentliche Säulen einer sicheren Gemeinschaft.
